Gigantische Stimmung im Kurpfalzsaal
Was dies für ein künstlerisch außergewöhnlicher Abend werden wird, konnte Jutta Grünenwald, Vorsitzende des Kulturvereins Edenkoben, nicht ahnen, als sie am 24. April Gäste und Sänger im Kurpfalzsaal begrüßte.
Die sechs Musiker aus Franken versetzten das Publikum mit ihrer Stimmgewalt, ihrer Wortakrobatik und ihrem schauspielerischen Können sowohl in Staunen als auch in ungläubige Begeisterung.

Mit Alexa und Siri durch das Programm „Zukunftsmusik“ geleitet zu werden, mit allen Tücken, die die digitale Welt so zu bieten hat, brachte das Publikum schon bei der Vorstellung der Künstler zum Lachen.
Chris Srubler entpuppte sich als Nintendo de Angelo, KI Pflaume wurde von Lars Kienle verkörpert und Markus Lohmüller wurde zu ChatGPT. Alexa, Markus Burucker und Siri, Bernd Esser warfen sich mit Johannes Betz alias Wiki-Pedia schonungslos die Wortbälle zu. Es wurde im wahrsten Sinne des Wortes eingeloggt. Es erschien das Orakel von Selfie sowie ein lästiger Trojaner.
Die komödiantischen Einlagen hoben das künstlerische Stimmvermögen der Musiker. Das Repertoire reichte von „Habanera“ aus der Oper Carmen, der „Barcarole“ von Offenbach, mit unglaublicher Stimmgewalt vom Countertenor Bernd Esser dargeboten, über das „Kufsteinlied“ und „Carbonara“ bis hin zu „Ein Schiff wird kommen“ oder einem „Boney-M-Medley“. Spätestens bei „Oh Champs Elysée“ wurden die Sänger lautstark vom Publikum unterstützt.
Nach einer fulminanten Zugabe mit „Kiss“ von Prince hielt es niemand mehr auf den Stühlen.
Martina Roth, die stellvertretende Vorsitzende des Kulturvereins, verabschiedete die grandiosen Künstler und den Techniker mit einem edlen Tropfen aus Edenkoben.
Noch beim Hinausgehen wurde gelacht, gestaunt und das tolle Programm gewürdigt, als die Gäste nach gut zwei Stunden höchst anspruchsvoller Gesangs- und Comedy-Kunst den Kurpfalzsaal verließen.
